Schmerzen in Schulter, Hals und Armen

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Schmerzen in Schulter, Hals und Armen

Die stählerne Umklammerung

Schmerzen in Schulter, Hals und Armen

Das Schultergelenk ist ein äußerst komplexes Organ, das uns in die Lage versetzt, eine Fülle von Bewegungen auszuführen. Wir können die Schultern heben und senken, vor und rückwärts bewegen und außerdem die Arme in verschiedene Positionen bringen und rotieren lassen. Damit uns dies keine Probleme bereitet, müssen alle Teile des Schultergürtels gemeinsam und synchron funktionieren. Wie intensiv das Zusammenspiel der zahlreichen Gelenke, Muskeln, Bänder und Sehnen ist, die an diesem Prozess beteiligt sind, spüren wir vor allem dann, wenn es zu Beschwerden kommt. Denn nicht selten greifen Schmerzen und Behinderungen von einem Körperteil auf den anderen über. So kommt es vor, dass neben der Schulter auch Hals, Kopf, Arme und sogar Hände betroffen sind.

Wenn wir vom Schultergelenk sprechen, so verstehen wir darunter im engeren Sinne die gelenkige Verbindung zwischen Schulterblattpfanne und Oberarmkugel. Im umfassenderen Verständnis gehören auch die Gelenkverbindungen zwischen Brust- und Schlüsselbein, Schlüsselbein und Schulterblattdach sowie zwischen Oberarmkugel und Schulterblattdach, Schulterblattinnenseite und Brustkorb dazu. So kompliziert dieses Gelenksystem aufgebaut ist, so schwierig ist es im Einzelfall, die genauen Ursachen für Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu bestimmen. Denn die Spannbreite der möglichen Einflussfaktoren ist recht groß. Sie reicht von einfachen Haltungsfehlern und daraus resultierenden muskulären Verspannungen über rheumatische und arthrotische Prozesse bis zu neurologischen Erkrankungen und Tumoren.

Nervenirritationen verursachen Sensibilitätsstörungen

Häufig ist bei Schulter-Arm-Schmerzen die Wirbelsäule beteiligt. Das trifft besonders auf das so genannte Schulter-Arm- oder Zervikobrachial-Syndrom (cervix, lat. Nacken, Hals; brachium, lat. Arm) zu. Die betroffenen Patienten klagen gewöhnlich über einen Schmerz im Nacken, der auch Schulter und Arme erfasst. Typisch ist ein Gefühl, das auch als „eiserne Klammer in der Schulter“ bezeichnet wird. Diese Beschwerden werden meistens durch krankhafte und degenerative Veränderungen im Bereich der unteren Hals- und oberen Brustwirbelsäule ausgelöst, die durch Bandscheibenvorfälle, Wirbelblockaden, Entzündungen oder Knochenanbauten hervorgerufen werden. Auf diese Weise kann es zu einer Reizung von Nerven kommen, die die oberen Extremitäten versorgen. Strahlen diese irritierenden Impulse aus, so führt das zu weit reichenden Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen, die sich manchmal bis in die kleinen Finger erstrecken.

Eingeklemmte Blutgefäße führen zu Muskelschwäche und Ermüdung

Beim so genannten Schultergürtel-Syndrom können neben den beeinträchtigten Nerven auch „eingeklemmte“ Blutgefäße eine Rolle spielen. Ursache ist in der Regel eine Druckschädigung zwischen dem Schlüsselbein und der ersten Rippe. Die Patienten spüren zunächst eine schnelle Ermüdung des betroffenen Arms, vor allem bei Arbeiten über Kopf. Aber auch beim Autofahren oder Zeitunglesen machen sich die Auswirkungen als Einschlaf- und Schweregefühl in der ganzen Hand bemerkbar. In einem späteren Stadium treten Muskelschwäche und Dauerschmerz auf. Eine spezielle Form des Schultergürtelsyndroms ist das so genannte Skalenus-Syndrom, dessen Name sich von den drei als Skalenusmuskeln bezeichneten Muskeln ableitet, die an der ersten und zweiten Rippe ansetzen. Zwischen diesen Muskeln, dem vor ihnen liegenden Schlüsselbein und der ersten Rippe liegen jeweils rechts und links die so genannten Skalenuslücken. Sie haben die Form eines Dreiecks und bilden den Durchlass für die Unterschlüsselbein-Arterie sowie die aus dem Rückenmark entspringenden Nerven, die den Arm versorgen. Wenn die Skalenuslücken auf Grund einer Muskelschwellung zu klein werden – hervorgerufen etwa durch übermäßige Zunahme eines Skalenusmuskels, Muskelverspannungen oder geschwollene Lymphknoten –, kommt es zu einer Quetschung von Arterien und Nerven. Dies wiederum führt dazu, dass die Durchblutung des Arms und die Nervenversorgung von Armen und Schultergürtel gestört werden. Die Folgen sind Schmerzen, Empfindungsstörungen im Bereich der Hand sowie ödemartige Blutstauungen und Lähmungen. Da sich Skalenuslücken immer weiter verschließen und zu dauerhaften Gewebeschäden führen können, müssen sie in der Regel auf operativem Wege behandelt werden.

Was versteht man unter einem HWS-Syndrom?

Schmerzhafte Beeinträchtigungen in Schulter, Hals und Armen, die von der Halswirbelsäule ausgehen, werden unter dem Begriff HWS-(Halswirbelsäulen-)Syndrom zusammengefasst. Betroffen sind hauptsächlich die gelenkigen Wirbelverbindungen. In der Regel ist die Muskulatur neben der Wirbelsäule verhärtet, was häufig mit einer schmerzhaft eingeschränkten Kopfbeweglichkeit verbunden ist. Beim oberen HWS-Syndrom liegt die Quelle des Übels meistens im Bereich des 2. Halswirbels. Die Schmerzen ziehen vom Nacken nach oben in den Hinterkopf und teilweise bis in die Stirn. Von einem mittleren HWS-Syndrom ist die Rede, wenn die schmerzhaften Empfindungen vom 3., 4. oder 5. Halswirbel ausgehen. Ihre Reichweite erstreckt sich bis in die Schulterblätter und darüber hinaus. Ein unteres HWS-Syndrom liegt vor, wenn die Nervenwurzeln des 6. bis 8. Halswirbels und des 1. Brustwirbels in Mitleidenschaft gezogen sind. In diesem Fall spricht man auch vom Zervikobrachial-Syndrom.

PHS – oft eine Folge von Haltungsschäden

Auch bei der so genannten PHS (Periarthritis humeroscapularis) ist die Muskulatur beteiligt. Meistens gehen die Schmerzen vom so genannten Supraspinatus aus, einem der vier Muskeln der Rotatorenmanschette, die für die Rotation des Armes sorgen. Dieser Muskel kann auf Grund hoher Beanspruchung in Form von Druck, Zug, Reibung und Biegung mehr oder weniger stark geschädigt werden, bis es unter Umständen zum Riss kommt. Zu den wichtigs-ten Ursachen für diese Belastungen gehören Haltungsschäden. Vor allem wenn die Schultern zu weit nach vorne fallen, wird die Sehne des Supraspinatus-Muskels dauerhaft eingeengt und chronisch gereizt.

Eine rechtzeitige Diagnose erhöht die Therapiechancen

Selbst dann, wenn die Bewegungseinschränkungen im Schultergelenk kaum mit Schmerzen verbunden sind, dürfen sie auf keinen Fall verharmlost werden. Denn gerade eine PHS kann zu einer fortschreitenden Gelenkversteifung führen, wenn sie nicht oder zu spät behandelt wird. Generell gilt für alle Erkrankungen, an denen die Schulter beteiligt ist, die Binsenweisheit, dass eine möglichst frühzeitige Diagnose die bestmöglichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie schafft. Neben einer ausführlichen Patientenbefragung spielen vor allem bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) eine wichtige Rolle. Liegt der Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung vor, so empfiehlt sich eine Blutuntersuchung.

Schmerzmittel sollten immer nur zeitlich begrenzt eingesetzt werden

Bei der Auswahl der geeigneten Therapie kann man je nach Bedarf auf ein breites Spektrum von Möglichkeiten zurückgreifen. Wählt der Arzt eine medikamentöse Behandlungsform, wird er sich zunächst vorrangig auf peripher wirkende Analgetika (Schmerzmittel) konzentrieren. Hier wäre insbesondere auf die so genannten nichtsteroidalen Antirheumatika hinzuweisen. Wenn die Schmerzzustände jedoch ein gewisses Ausmaß überschreiten, wird man unter Umständen zentral, d. h. in Gehirn oder Rückenmark wirkende Analgetika einsetzen. Grundsätzlich sollte man allerdings immer darauf achten, dass eine längerfristige Schmerzmittelverordnung auf Grund der damit verbundenen Gefahr der Gewöhnung oder Abhängigkeit möglichst vermieden wird. Um dieses Risiko auszuschalten, bietet sich die infiltrative Lokalanästhesie als Alternative an. Diese besteht zum einen in der örtlichen Infiltration der verspannten, an die Wirbelsäule angrenzenden Muskulatur. Daneben gibt es die Möglichkeit, gezielt einzelne Triggerpunkte, das sind kleine Schmerzpunkte in der Muskulatur, zu behandeln. Stoßen auch diese therapeutischen Maßnahmen an ihre Grenzen, so kann man zeitlich begrenzte Nervenblockaden verabreichen, bei denen die Nervenaustrittsstellen neben der Wirbelsäule betäubt werden.

Nur starke Muskeln können Schwächen der Wirbelsäule kompensieren

Neben der medikamentösen bietet die Physiotherapie ein umfangreiches Spektrum von Behandlungsmöglichkeiten für den Schulter-Arm-Schmerz. So findet seit einiger Zeit die so genannte transkutane Nervenstimulation (TENS) zunehmende Verbreitung. Dabei wird mit niederfrequenten Stromimpulsen die Durchblutung verbessert und die Muskulatur entspannt. Eine andere, vielfach bewährte Methode sind Anwendungen der Kälte- und Wärmetherapie. Auch alternative Therapieformen erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. In diesem Zusammenhang spielt z. B. die Magnetfeldtherapie eine gewisse Rolle, deren Zweck es ist, nicht nur die Schmerzen zu reduzieren, sondern auch die Knorpelregeneration anzuregen. Einen besonderen Stellenwert nimmt die heilgymnastische Therapie ein. Sie trägt entscheidend dazu bei, den ärztlichen Behandlungserfolg zu sichern und längerfristig zu stabilisieren. So dienen z. B. Schlingentisch und Glissonschlinge dazu, eingeengte Nerven zu entlasten.

Dauerhafte Therapieerfolge setzen eine aktive Mitarbeit des Patienten voraus

Natürlich lassen sich nicht alle Beschwerden, die in Zusammenhang mit Schulter-Arm- und Schulter-Hals-Schmerzen stehen, mit konservativen Maßnahmen behandeln. In vielen Fällen, besonders, wenn die Gelenkstrukturen einem fortgeschrittenen Degenerationsprozess ausgesetzt sind, ist ein operativer Eingriff unausweichlich. Da dies jedoch heutzutage auf minimalinvasivem Wege mit Hilfe der Arthroskopie (Gelenkspiegelung) möglich ist, können offene Operationen und damit einhergehende Narbenbildungen weitgehend vermieden werden. Ein dauerhafter Erfolg wird sich allerdings wie stets auch hier nur dann einstellen, wenn der Patient bereit ist, „mitzumachen“ und die Rehabilitation aktiv zu unterstützen. Denn allein wenn die betroffenen Muskeln, Sehnen und Gelenke durch entsprechende krankengymnastische Übungen ausreichend trainiert werden, lässt sich die Voraussetzung dafür schaffen, dass Beweglichkeit und Schmerzfreiheit im Schultergelenk wiederhergestellt werden.
von Klaus Bingler
Die stählerne Umklammerung-Schmerzen in Schulter, Hals und Armen
Text Bilder aus ORTHOpress-das Publikumsmagazin

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