Rheuma Viele Krankheiten, ein Begriff Diagnose - Therapie

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Rheuma Viele Krankheiten, ein Begriff Diagnose – Therapie

Rheuma

Viele Krankheiten, ein Begriff

Iris Kantzanidis ist verunsichert. Seit einiger Zeit fühlt sich die 46-jährige Buchhändlerin morgens wie gerädert. Ihre Hüft- und Kniegelenke schmerzen und die erste Stunde nach dem Aufstehen kommt ihr vor, als müsse sie ständig gegen einen Widerstand ankämpfen. Als ihr Arzt sie mit der Diagnose „Rheuma“ konfrontiert, kann sie es zunächst nicht glauben. Rheuma, so dachte sie immer, sei eine Krankheit des älteren Menschen.

Aber weit gefehlt: Zwar treten die ersten Krankheitszeichen zumeist zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf – es erkranken jedoch auch Kinder und Jugendliche an den rund 40 verschiedenen Krankheiten, die zusammen als „Rheumatischer Formenkreis“ bezeichnet werden.
Was genau ist eigentlich Rheuma?
„Was man nicht erklären kann, sieht man gern als Rheuma an“ – diesen Spruch lernten früher, so will es die Legende, alle Medizinstudenten bereits im ersten Semester. Tatsächlich ist die Definition auch heute noch manchmal kaum einfacher als vor fünfzig oder hundert Jahren. Damals wie heute ist die diagnostische Abgrenzung von anderen Krankheiten bzw. auch der verschiedenen rheumatischen Erkrankungen untereinander nicht immer einfach. Zwar gibt es mittlerweile bestimmte Eiweißstoffe/Antikörper im Blut („Rheumafaktoren“), deren Nachweis einen Hinweis auf eine rheumatische Erkrankung geben kann – allerdings finden sich diese bei rund 30 % aller Menschen, ungeachtet der Tatsache, dass sie jemals an Rheuma erkranken oder nicht.

Medikamente bei Rheuma

Moderne Antirheumatika werden in ihrer Wirksamkeit nach einem speziell entwickelten Index des American College of Rheumatology (ACR) beurteilt. In diesen Index fließen mehrere Parameter ein, so etwa der Rückgang der Entzündung bei Gelenken, aber auch die Verbesserung der Bewegung, Schmerzfreiheit und die subjektive Einschätzung der Krankheitsaktivität durch einen Prüfarzt und den Patienten. Humira (Adalimumab): Adalimumab ist ein TNF-alpha-Hemmer der neuesten Generation. Eingesetzt wird er bei Erwachsenen mit mäßiger bis schwerer Rheumatoider Arthritis, die auf Basistherapeutika wie Methotrexat nicht ausreichend angesprochen haben. Adalimumab kann darüber hinaus in Kombination mit dem Basistherapeutikum Methotrexat oder auch als Monotherapie eingesetzt werden. Anakinra (Kineret): Kineret ist ein sogenannter Interleukin-1-Rezeptorantagonist und wirkt damit nicht nur auf die Symptome der Rheumatoiden Arthritis, sondern beeinflusst auch langfristig den Verlauf der Krankheit. In den USA ist es bereits als Basistherapeutikum auch ohne die sonst obligatorische Kombination mit Methotrexat zugelassen. Arava (Leflunomid): Leflunomid ist ein völlig neuartiger Wirkstoff, welcher bei chronischer Polyarthritis eingesetzt werden könnte. Bisherige Ergebnisse aus klinischen Studien zeigen ein Aufhalten der entzündlich bedingten Gelenkzerstörung. Bei welchen anderen entzündlich-rheumatischen und immunologischen Erkrankungen Leflunomid auch Wirksamkeit zeigt, wird derzeit untersucht. Endgültige Ergebnisse liegen momentan noch nicht vor.
  1. Unterschieden werden unter anderem die folgenden rheumatischen Erkrankungen: Rheumatoide Arthritis (sind bis zu vier Gelenken betroffen, spricht man von Oligoarthritis, bei mehr als fünf Gelenken von Polyarthritis)
  2. Weitere entzündliche Gelenkerkrankungen (z. B. Morbus Bechterew, Spondylarthrose)
  3. Verschleißerkrankungen der Gelenke (Arthrosen, z. B. Kniegelenkverschleiß)
  4. Systemische Erkrankungen mit oder ohne Gelenkbeteiligung (z. B. Lupus Erythematodes, Sjögren-Syndrom)
  5. Weichteilrheumatismus (z. B. Sehnen, Unterhautgewebe, Muskeln)
    Rund 800.000 Betroffene in Deutschland
    Das Krankheitsbild „Rheuma“ kann also sehr unterschiedlich sein. Dennoch ist die bei Weitem am häufigsten vorkommende entzündliche Erkrankung der Gelenke die Rheumatoide Arthritis, früher auch „Chronische Polyarthritis“ genannt. Man schätzt, dass bis zu 1 % aller Menschen davon betroffen sind. Allein in Deutschland geht man von rund 800.000 Erkrankungen aus. Betroffen sind zu drei Vierteln Frauen – die Ursache dafür ist nach wie vor ungeklärt.

Die Klassifikationskriterien der RA des American College of Rheumatology von 1987 stellen Leitlinien für die Diagnose der RA dar.

Basismedikation gut bewährt

Glücklicherweise ist die Zeit vorbei, in der zur Rheumatherapie nur starke, aber schlecht verträgliche Schmerzmittel und nebenwirkungsreiche Entzündungshemmer zur Verfügung standen. Die Zukunft gehört den maßgeschneiderten Medikamenten, welche nicht nur die Symptome der Krankheit lindern, sondern sie von der Basis her bekämpfen. Hier hat sich in den vergangenen Jahren besonders das Metho-trexat (z.B. Lantarel®, Metex®) bewährt. Dieser Wirkstoff wurde in der Rheumatherapie ursprünglich zur Behandlung der Psoriasis (Schuppenflechte) eingesetzt. Schnell erkannte man, dass sich unter der Medikation mit Methotrexat nicht nur die Hauterscheinungen besserten, sondern auch ein Verschwinden der Gelenk- bzw. Wirbelsäulenschmerzen beobachten werden konnte. Heute weiß man, dass sich bei einer rechtzeitig eingeleiteten Therapie die Krankheitsprogression gut aufhalten lässt; unter Umständen kommt es gar zu einer Remission. Zusätzlich zu Methotrexat gewinnt auch die Behandlung mit den sogenannten Biologicals immer mehr an Bedeutung. Diese biotechnologisch hergestellten Präparate greifen gezielt in biologische Mechanismen der Krankheitsentstehung ein. Zu den Biologicals zählen etwa die Substanzklassen der TNF-alpha- und Zytokinhemmer. Momentan sind rund 30 dieser Wirkstoffe in verschiedensten Erprobungsphasen – auf die weiteren Entwicklungen darf man gespannt sein. Über Neuigkeiten informieren wir Sie gern unter: www.orthopress.de/rheuma

1. Morgensteifigkeit (in den und um die Gelenke herum, über mindestens eine Stunde vor maximaler Verbesserung).

2. Arthritis in drei oder mehr Gelenk-regionen: In mindestens drei Gelenkregionen werden bei der ärztlichen Untersuchung gleichzeitig Weichteilschwellungen oder Flüssigkeitsansammlungen (nicht ausschließlich Knochenwucherungen) festgestellt. Die 14 möglichen Regionen sind rechts oder links die Mittelgelenke von Fing-ern oder Zehen (proximales Interphalangealgelenk, PIP-Gelenk), die Fingergrundgelenke (Metakarpophalangealgelenk, MP-Gelenk), die Zehengrundgelenke (Metatarsophalangealgelenk, MT-Gelenk) sowie die Hand-, Ellenbogen-, Knie- und Fußgelenke.

3. Arthritis der Handgelenke: mindestens eine angeschwollene Region in einem Handgelenk, MP- oder PIP-Gelenk.

4. Symmetrische Arthritis: gleichzeitige Beteiligung derselben Gelenkregionen (wie unter 2 definiert) auf beiden Körperseiten (beidseitige Beteiligung der PIP-, MP- oder MT-Gelenke ohne absolute Symmetrie akzeptabel).

5. Rheumaknoten: Im Rahmen der ärztlichen Untersuchung werden subkutane (unter der Haut liegende) Knoten über Knochenvorsprüngen oder Streckmuskeloberflächen oder aber in gelenk-nahen Regionen beobachtet.

6. Rheumafaktor im Serum: Nachweis anormaler Mengen von Rheumafaktor im Serum durch eine beliebige Methode, für die das Ergebnis bei <5 % der gesunden Kontrollpersonen positiv war.

7. Veränderungen im Röntgenbild: für Rheumatoide Arthritis charakteristische Veränderungen im Röntgenbild auf posteroanterioren Aufnahmen von Hand und Handgelenk, die Erosionen oder eindeutige Knochenentkalkungen in den beteiligten Gelenken selbst oder am ausgeprägtesten in der Gelenkumgebung beinhalten müssen (Osteoarthroseveränderungen allein sind nicht ausreichend).

Die Diagnose einer Rheumatoiden Arthritis liegt vor, wenn mindestens vier der sieben Kriterien erfüllt sind und die Kriterien 1 – 4 seit mindestens sechs Wochen vorliegen.
Welche Rolle spielen die Ernährungsgewohnheiten?
„Die richtige Ernährung bei Rheuma besteht im Weglassen“, scherzte ein Professor vor nicht allzu langer Zeit. Richtig ist, dass es nur wenige Nahrungsmittel gibt, für die eine positive Wirkung auf den Krankheitsverlauf oder das Befinden des Patienten nachweisbar wäre. Der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel kann sich dagegen jedoch durchaus lohnen, obwohl auch hier keine einheitliche Empfehlung besteht: So sollten je nach Studie einige Getreidesorten gemieden werden, andere wiederum schreiben dem Verzicht auf Milch und Milchprodukte eine schmerzlindernde Wirkung zu. Tatsächlich scheint es aber so zu sein, dass ein weitgehender Verzicht auf tierische Eiweiße eine Besserung verschiedenster Symptome zumindest der Rheumatoiden Arthritis begünstigt.

Rheumafaktor – was sagt er aus?

Der „Rheumafaktor“ ist ein im Rheuma-Verdachtsfall heute routinemäßig bestimmter Parameter im Blutserum. Dabei handelt es sich um nachweisbare Antikörper, aber nicht gegen einen von außen eingedrungenen Krankheitserreger, sondern ein körpereigenes Eiweiß – man spricht daher von Autoantikörpern. Der Rheumafaktor spielt eine wichtige Rolle bei der Diagnose der Rheumatoiden Arthritis, aber auch z. B. des systemischen Lupus Erythematodes oder des Sjögren-Syndroms. Dabei reicht der Nachweis des Rheumafaktors allein allerdings nicht aus – es steigt lediglich die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei der Erkrankung des Patienten um Rheuma handelt.

Viel wichtiger als die Art der aufgenommenen Nahrungsmittel – und da sind sich die Mediziner weitgehend einig – ist, nicht zu viel zu essen. Auch nur leicht übergewichtige Rheumapatienten können durch eine maßvolle Nahrungsaufnahme und eine Gewichtsreduktion von wenigen Kilo oft eine signifikante Verbesserung der Gelenkbeschwerden (besonders Knie- und Hüftschmerzen) erreichen.
Konservative Behandlung bei Rheuma
Seit Jahrhunderten versucht die Medizin, die Symptome rheumatischer Erkrankungen durch die Anwendung von Wärme, Kälte, Massagen oder andere physikalische Verfahren zu verbessern. Die erzielbaren Erfolge sind dabei durchaus beachtenswert – wie bei vielen Erkrankungen des Bewegungsapparats sind die auf Schmerzlinderung, Dämpfen der Entzündung, Lockern von muskulären Verspannungen und Förderung der Durchblutung hinzielenden Maßnahmen ein wichtiger Baustein einer erfolgreichen Behandlung. Die Krankheit selbst lässt sich dadurch jedoch nicht heilen und auch die Progression wird praktisch nicht aufgehalten. In der Regel wird deshalb heute eine frühzeitige medikamentöse Behandlung eingeleitet, um die Mobilität und Lebensqualität Betroffener zu erhalten bzw. zu verbessern.
Arne Wondracek
Rheuma-Viele Krankheiten, ein Begriff
Text Bilder aus ORTHOpress-das Publikumsmagazin

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